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Der Jahrgang 2016

Vom Sorgenkind zum Topjahrgang

 

Spannender und abwechslungsreicher kann sich das Wetter nicht präsentieren. Betrachtet man die ersten 6 Monate isoliert, zeichnete sich folgendes Bild in Bordeaux:

-   es fiel die doppelte Niederschlagsmenge im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt

-   die Winzer kämpften permanent gegen Mehltau und andere Krankheiten

-   die konstante Feuchtigkeit in den Weinbergen führte zu einer eher pessimistischen Grundhaltung der Weinbauern

Während der folgenden knapp 4 Monate bis zur Ernte änderte sich das Bild schlagartig:

-   es folgten die trockensten Monate seit langer Zeit

-   die Sonne meinte es äußerst gut mit den bordelaiser Winzern

-   zu den heißen und trockenen Tagen gesellten sich zum Glück auch kühle Nächte, welche für die Frische in den Tanninen ungemein wichtig sind. Dauerhaft tropische Nächte führen zu eher schwerblütigen Weinen.

-   Bevor sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit wieder Sorgenfalten in den Gesichtern der Winzer breitmachten, setzte Mitte September gerade rechtzeitig der ersehnte gleichmäßige Regen ein.

-   Eine ruhige Wetterlage mit wenig Niederschlag sorgte für eine entspannte, lang anhaltende Erntezeit. Gerade für den spätreifenden Cabernet sind dies ideale Bedingungen. Nur jüngere Rebstöcke mit wenig tiefgreifenden Wurzeln hatten mit der Trockenheit zu kämpfen.

-   Die Erntemenge war dabei sehr groß

Ausgehend von diesen vielversprechenden Wetterdaten und der Tatsache, dass es Mutter Natur wieder außerordentlich gut mit Bordeaux meinte, konnten wir es nicht mehr erwarten uns wie immer persönlich ein (Geschmacks-) bild vor Ort zu machen. Die Vorfreude war ähnlich groß wie 2015.

Weinkeller von Chateau Montrose
Chateau Montrose

 

1. Tag: Anreise

Wir verließen das Elsass bei bestem Frühlingswetter und trafen 8 Stunden später in Bordeaux ein – bei ebenfalls besten Bedingungen.

Los ging es wie immer bei einem befreundeten bordelaiser Handelshaus. Die ersten 40 Weine warteten schon auf uns, lange Anreise hin- oder her. Der erste Eindruck war toll und schon richtungsweisend. Quer durch die Appellationen durften wir frische, tiefgründige und vielschichtige Weine probieren. Die Laune stieg noch weiter angesichts unserer bevorstehenden Tour durchs Medoc am nächsten Tag.

2. Tag: Das nördliche linke Ufer

Der Startschuss fiel traditionell mit dem Besuch von Chateau Leoville Poyferre. Nach Verkostung sämtlicher Leovilles und Ducru Beaucaillou zogen wir weiter gen Norden Richtung Pauillac und Saint Estephe.

Aufgrund der idealen Cabernetreife war das nördliche Medoc, im Gegensatz zu 2015, die im Vorfeld am euphorischsten beurteilte Gegend. Beeindruckt haben uns dabei sehr viele Weine. Ganz oben auf der Hitliste standen für uns Mouton Rothschild, Cos d`Estournel, Pichon Baron, Pontet Canet und Calon Segur. Sehr schön auch hinsichtlich des zu erwartenden Preisniveaus waren für uns Leoville Barton, Grand Puy Lacoste, Batailley und zu unserer Überraschung auch Haut Bages Liberal. Auch die „2. Garde“ von Saint Estephe, verkörpert durch Weine wie Haut Marbuzet, Phelan Segur, Lafon Rochet und Beau-Site, waren in Topform.

Verkostung in Chateau Pontet Canet

Mit schwarzen Zähnen und in guter Stimmung bei Chateau Pontet Canet

 

3. Tag: Südliches Medoc und Pessac

Nach einem beeindruckenden Verkostungsmarathon von mehr als 60 Chateaux auf Chateau Belgrave durften wir auf Chateau Margaux einen der absoluten Höhepunkte der diesjährigen Primeurwoche erleben. Ein makelloser Wein voller Eleganz, Tiefe und Länge.

Nach einer weiteren atemberaubenden Verkostung auf La Mission Haut Brion beschlossen wir den Tag auf Chateau Pape Clement, dass nur einen Katzensprung vom Zentrum von Bordeaux entfernt ist. Top in Rot waren in Pessac neben Haut Brion auch Pape Clement und Haut Bailly.

Einen sehr schönen, frischen und blumigen Eindruck haben auch die Weißweine aus Graves/Pessac bei uns hinterlassen.

4. Tag: Saint Emilion und Pomerol

Am letzten Tag ging es gleich Schlag auf Schlag los. Nach dem ersten Geschmacksfeuerwerk auf Chateau Ausone ging es gleich weiter mit Cheval Blanc und Figeac.

Nach diesen überragenden Sinneseindrücken bedurfte es erstmal einer kleinen Pause, bevor unsere Geschmacksrezeptoren wieder Höchstleistung bringen konnten.

In Pomerol folgten die nächsten großartigen Verkostungen. La Fleur Petrus, Trotanoy und La Conseillante waren schon außergewöhnliche Erlebnisse, den Vogel schoss aber Vieux Chateau Certan ab. Mit seiner undurchdringlichen Tiefe, Vielschichtigkeit, Länge und Frische war er auf der rechten Seite das perfekte Pendant zu Margaux auf der linken Seite.

Es folgten weitere spannende Besuche in St. Emilion und Pomerol. Sehr schöne, ausbalancierte und nicht zu überextrahierte Weine verkosteten wir auf Chateau Gazin, Clinet, Canon und la Dominique.

Den Abschluss des heutigen Tages markierte ein Besuch auf Chateau Brun, einem kleinem Saint Emilion Grand Cru Weingut unweit von St. Emilion, welches sich seit über 400 Jahren in Familienbesitz befindet. Diesen Wein, der mit 13°Vol. frisch und rotbeerig daherkommt, werde ich Ihnen gesondert in einem Newsletter vorstellen.

Axel Buess bei Verkostung in Chateau Pichon Comtesse

Fazit:

Nach 1989/ 1990, 2009/ 2010 bekommen wir jetzt mit 2015 und 2016 ein weiteres phantastisches Zwillingspärchen.

2016 ist 2015 in Punkto Tiefe, Eleganz und Homogenität noch einmal überlegen. Speziell auf der linken Seite ist 2016 ein ganz großes Jahr, das sich mit den besten Jahrgängen der Bordeauxgeschichte messen kann.

Auf meiner Website, die laufend aktualisiert wird, werde ich Ihnen im Verlauf der nächsten Wochen mein Angebot vorstellen. Sollten Sie mal Ihren persönlichen Favoriten vermissen, zögern Sie nicht mich zu kontaktieren. Ich werde alles daransetzen Ihnen Ihr Lieblingschateau zu einem sehr fairen Preis anzubieten. Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Stöbern!!

Ihr
Axel Buess