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Bordeaux Ratgeber: Informationen über den Bordeaux-Wein

Bordeaux-Weinreben von Domaines Martin

 

Über Bordeaux-Wein

Bordeaux-Wein der Spitzenklasse: Grand Vin aus Frankreich. Die älteste Klassifizierung wurde 1855 im Rahmen der Weltausstellung in Paris auf die Bordeaux-Weine des Medoc angewandt.

Das Hauptkriterium für die jeweilige Einstufung war der Preis, den ein Chateau über viele Jahre hinweg erzielt hatte. 62 Cru Classé Weine wurden in 5 Qualitätsstufen eingeteilt – vom Premier Cru bis Cinquième Cru Classé. Die starre Klassifizierung wurde erst einmal geändert, als 1973 Chateau Mouton-Rothschild der Rang eines Premier Cru zugesprochen wurde. Ebenfalls im Jahre 1855 wurde die Klassifizierung für die edelsüßen Weißweine aus Sauternes und Barsac aufgestellt. Sie ist 3-stufig aufgebaut mit d`Yquem an der Spitze. Seit 1932 existiert für kleinere Chateaux im Medoc die Klassifizierung der Cru bourgeois. Nach einigen Neuregelungen gibt es innerhalb der Cru bourgeois Güter nun 3 Qualitätshierarchien. Die Qualitätspyramide besteht aus 9 Cru Bourgois Exceptionnels, 87 Cru Bourgois Supérieur und 151 Cru Bourgois.

Für die Weine aus St. Emilion gibt es seit 1955 eine offizielle Klassifizierung, die grob in Premier Grand Cru Classé und Grand Cru Classé unterteilt werden kann. Sie ist nicht so starr wie die des Medoc und wird alle 10 Jahre revidiert. Die neueste Fassung stammt aus dem Jahr 2006. Für die Region Graves besteht eine eher unbedeutende Klassifizierung für 8 Weißweine und 13 Rotweine. Dies zeigt sich schon daran, dass Haut-Brion, als Aushängeschild dieser Region, in der Medoc-Klassifizierung vertreten ist. Für die Appellation Pomerol existiert trotz der herausragenden Qualtiät vieler Weingüter überhaupt keine amtliche Klassifizierung.

Spitzenbordeaux

Was macht den Unterschied zwischen einem guten und einem Spitzenchateau eigentlich aus?

Neben dem günstigen Klima und außergewöhnlichen Terroir ist für die Entstehung eines großen Bordeaux-Weins eine strenge Ertragsreduktion (max. 45hl/ha) und restriktive Auslese unabdingbar. Dazu kommt, dass für den „Grand Vin“ nur Beeren alter Reben in Frage kommen. Einerseits besitzen alte Reben tieferes Wurzelwerk, andererseits bringen deren kleinere Beeren konzentrierteren Saft hervor. Eine weitere wichtige Komponente im Weinberg ist die Wahl des optimalen Lesezeitpunkts. Sind die Trauben schließlich geerntet, kommt bei der Bereitung und Behandlung des Bordeaux nun die Kunst und Erfahrung des Kellermeisters zum Tragen. Spitzenchateaux verfügen über eine modernste, kellertechnische Ausrüstung. Für den Ausbau des Weins werden ausschließlich neue Barriquefässer (225l) verwendet. Bordeaux Wein: Grand Vin vom Spitzenchateaux.

Traubensorten

Bordeaux Wein-Traubensorten: Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Petit Verdot
Ein Bordeaux besteht immer aus mehreren Traubensorten, deren unterschiedliche Eigenschaften sich in der sogenannten Assemblage ergänzen. Die im Medoc vorherrschende Cabernet Sauvignon-Traube verleiht dem Wein die Konzentration, Lagerfähigkeit und Tanninstruktur. Die schneller reifende Merlot-Traube ist dagegen milder und weicher. Im Medoc stellt sie die ideale Ergänzung zum Cabernet Sauvignon dar. Cabernet Franc wird vor allem in St. Emillion und Pomerol angebaut, wo sie dem Wein eine gewisse Würze und Komplexität verleiht. Aufgrund ihrer späten Reife wird Petit Verdot nur noch vereinzelt im Medoc angebaut.

Weinbaugebiet

Bordeaux Wein-Anbaugebiet: Terroirs zwischen Garonne, Dordogne und Gironde
Das Weinbaugebiet von Bordeaux liegt eingebettet zwischen den Flüssen Garonne, Dordogne und deren gemeinsamer Mündung, der Gironde. Das Gebiet wird sehr stark vom feuchten Meeresklima geprägt. Die günstigen klimatischen Bedingungen und das einzigartige, von Chateau zu Chateau oft unterschiedliche Terroir sind die natürlichen Grundvoraussetzungen für die Unverwechselbarkeit und Faszination des Bordeaux-Weins. Der oft sehr hohe Kiesgehalt des Terroirs wirkt wie eine natürliche Drainage und ermöglicht den Wurzeln, bei der Nährstoffsuche in tiefere Bodenschichten vorzudringen.

Zweitwein

Aufgrund der strengen Auslese wird ein beträchtlicher Teil der Bordeaux-Gesamtproduktion in den Zweitwein verbannt. Auf Leoville-Las-Cases kommen beispielsweise nur ca. 30% in den „Grand Vin“. Dabei handelt es sich keineswegs um den nur halbwegs brauchbaren Rest der Ernte, sondern um hochwertiges Lesegut, das mit derselben Sorgfalt vinifiziert wird. Das Traubenmaterial stammt vielmehr aus jüngeren Rebstöcken aus anderen Parzellen. Ein Indiz dafür ist, dass manche Zweitweine absolutes Cru Classé Niveau haben und nicht unwesentlich zum guten Image des jeweiligen Chateau beitragen.